„Jetzt reicht’s. Noch!“ – Gemeinsam für eine faire Krankenhausversorgung in Berlin

„Jetzt reicht’s. Noch!“ – Gemeinsam für eine faire Krankenhausversorgung in Berlin

„Jetzt reicht’s. Noch!“ – Gemeinsam für eine faire Krankenhausversorgung in Berlin

# Aktuelles

„Jetzt reicht’s. Noch!“ – Gemeinsam für eine faire Krankenhausversorgung in Berlin

Freigemeinnützige Krankenhäuser sind ein unverzichtbarer Teil der Berliner Gesundheitsversorgung. Doch ihre Zukunft steht unter Druck. Mit der Kampagne „Jetzt reicht’s. Noch!“ macht die Johannesstift Diakonie auf die aus ihrer Sicht ungleiche Finanzierung der Krankenhausträger aufmerksam und fordert faire Rahmenbedingungen. Mehr als 3.000 Menschen haben die dazugehörige Petition bereits unterzeichnet. Nun soll die Unterstützung auch in Kirchengemeinden und Netzwerken weiter wachsen.

Mehr als 3.000 Unterschriften für faire Bedingungen

Krankenhäuser sind weit mehr als Orte medizinischer Behandlung. Sie sind Teil der sozialen Infrastruktur einer Stadt und übernehmen Verantwortung für Menschen in besonders verletzlichen Lebenssituationen. Das gilt insbesondere für freigemeinnützige Einrichtungen, die medizinische Versorgung mit einem gesellschaftlichen und diakonischen Auftrag verbinden.

Um auf die Herausforderungen dieser Krankenhäuser aufmerksam zu machen, hat die Johannesstift Diakonie die Kampagne „Jetzt reicht’s. Noch!“ ins Leben gerufen. Die dazugehörige Petition für faire Rahmenbedingungen in der Berliner Krankenhausversorgung hat bereits mehr als 3.000 Unterschriften gesammelt.

Die Johannesstift Diakonie möchte nun insbesondere die evangelischen Kirchengemeinden und Berliner Kirchenkreise dafür gewinnen, die Kampagne bekannt zu machen und über die Situation freigemeinnütziger Krankenhäuser zu informieren.

„Bitte helfen Sie mit, dass freigemeinnützige Krankenhäuser auch künftig ihren gesellschaftlichen und diakonischen Auftrag erfüllen können. Dafür brauchen wir Sie. Jede einzelne Unterschrift zählt“, sagt Andreas Mörsberger, Sprecher des Vorstandes der Johannesstift Diakonie.

Warum die Johannesstift Diakonie mehr Fairness fordert

Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Finanzierung der Berliner Krankenhauslandschaft. Nach Angaben der Johannesstift Diakonie hat das Land Berlin seine landeseigenen Krankenhäuser Charité und Vivantes in den vergangenen Jahren mit insgesamt rund einer Milliarde Euro zusätzlich unterstützt – unter anderem für Investitionen und zum Ausgleich von Jahresfehlbeträgen.

Freigemeinnützige Krankenhausträger hätten von diesen zusätzlichen Mitteln hingegen nicht profitiert. Die Johannesstift Diakonie sieht darin eine Ungleichbehandlung und fordert transparente, faire Finanzierungsbedingungen für alle Krankenhausträger.

Die zentrale Forderung lautet: Gleiche Regeln und faire Chancen für alle – unabhängig davon, ob ein Krankenhaus öffentlich, freigemeinnützig oder privat getragen wird.

Denn für Patientinnen und Patienten zählt vor allem eines: eine zuverlässige, wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung.

Freigemeinnützige Krankenhäuser übernehmen gesellschaftliche Verantwortung

Welche Bedeutung freigemeinnützige Einrichtungen für Berlin haben, zeigen die Zahlen der Johannesstift Diakonie. Ihre Einrichtungen versorgen jährlich mehr als 340.000 Patientinnen und Patienten, rund 300.000 davon in Berlin.

Mit acht Berliner Krankenhäusern und elf ambulanten Versorgungsangeboten ist die Johannesstift Diakonie fest in der Gesundheitsversorgung der Hauptstadt verankert.

Die Johannesstift Diakonie in Zahlen:

  • Rund 300.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich in Berlin versorgt.

  • Jedes zehnte Berliner Baby kommt in einem Krankenhaus der Johannesstift Diakonie zur Welt.

  • Rund 77.800 stationäre Behandlungen finden jährlich in Berlin statt.

  • Etwa 80.900 Notfälle werden versorgt.

  • Insgesamt beschäftigt die Johannesstift Diakonie 11.740 Menschen, davon rund 6.760 in den Berliner Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren.

Darüber hinaus engagiert sich die Johannesstift Diakonie in der Altenhilfe, Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Bildung. Die wirtschaftliche Situation ihrer Krankenhäuser hat deshalb auch Bedeutung für weitere soziale Versorgungsbereiche.

„Krankenhäuser wie die acht Berliner Kliniken der Johannesstift Diakonie sind mehr als Wirtschaftsunternehmen. Sie sind Teil unseres gesellschaftlichen und christlichen Auftrags, Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Einkommen oder ihrem sozialen Status medizinisch zu versorgen“, betont Dr. Werner Weinholt, Leitender Theologe der Johannesstift Diakonie.

Gemeinsam Aufmerksamkeit schaffen

Mit Plakaten, Anzeigen, digitalen Aktionen und öffentlichkeitswirksamen Kampagnenmotiven macht die Johannesstift Diakonie in Berlin auf ihre Forderungen aufmerksam. Die gesammelten Unterschriften sollen zu einem späteren Zeitpunkt an das Berliner Abgeordnetenhaus übergeben werden.

Auch Kirchengemeinden, Initiativen und engagierte Einzelpersonen können dazu beitragen, die Diskussion über die Zukunft freigemeinnütziger Krankenhäuser in die Öffentlichkeit zu tragen.

Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Die Petition über Websites, Newsletter und soziale Medien bekannt machen.

  • Kampagnenmotive über WhatsApp oder andere Netzwerke teilen.

  • Plakate, Postkarten und Informationsmaterialien in Gemeinden und Einrichtungen auslegen.

  • Bei Gemeindeveranstaltungen, Gesprächskreisen oder anderen Gelegenheiten auf die Kampagne hinweisen.

Auf der Kampagnenwebsite stehen Hintergrundinformationen sowie Materialien zum Herunterladen bereit. Poster, Postkarten mit QR-Code und Unterschriftenlisten können außerdem bei der Johannesstift Diakonie angefragt werden.

Eine vielfältige Krankenhauslandschaft braucht faire Bedingungen

Mit der Kampagne „Jetzt reicht’s. Noch!“ möchte die Johannesstift Diakonie eine grundsätzliche Debatte anstoßen: Welche Rolle sollen freigemeinnützige Krankenhäuser künftig in der Berliner Gesundheitsversorgung spielen – und welche finanziellen Rahmenbedingungen benötigen sie, um ihren Auftrag langfristig erfüllen zu können?

Für die Johannesstift Diakonie steht fest: Eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung braucht unterschiedliche Träger, vielfältige Angebote und faire Voraussetzungen.

Weitere Informationen zur Kampagne, die Petition und Materialien zum Teilen gibt es unter:

www.jetzt-reichts-noch.de

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gehört zu den großen diakonischen Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin-Brandenburg. Neben Krankenhäusern und ambulanten Versorgungsangeboten ist sie in der Altenhilfe, Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Bildung und weiteren sozialen Dienstleistungen tätig. Ihr Auftrag verbindet professionelle Versorgung mit christlichen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung.

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