„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ – Abschied von Pfarrer Thomas Jeutner

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ – Abschied von Pfarrer Thomas Jeutner

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ – Abschied von Pfarrer Thomas Jeutner

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„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ – Abschied von Pfarrer Thomas Jeutner

Mit einem festlichen Gottesdienst ist Pfarrer Thomas Jeutner am Erntedanksonntag, dem 4. Oktober 2026, an der Kapelle der Versöhnung in den Ruhestand verabschiedet worden. Zahlreiche Gemeindeglieder, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Kolleginnen und Kollegen kamen an die Bernauer Straße, um für 13 gemeinsame Pfarramtsjahre zu danken.

© Katharina Pfuhl

Der Gottesdienst stand unter dem Psalmwort „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ (Psalm 31,9). Es nahm zugleich ein zentrales Motiv im Wirken Jeutners auf: Bewegung, Offenheit und die Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten und Veränderungen mitzugestalten.

Superintendentin Almut Bellmann nahm die Entpflichtung vor und blickte in ihrer Ansprache auf wichtige Stationen seines Berufslebens zurück. Nach Tätigkeiten in Greifswald und Hamburg war Thomas Jeutner 2013 nach Berlin gekommen und hatte seinen Dienst an der Kapelle der Versöhnung begonnen. In den vergangenen Jahren wirkte er auch maßgeblich an der Fusion zur Kirchengemeinde Am Gesundbrunnen mit.

© Katharina Pfuhl

Bellmann würdigte besonders seine große Vernetzung, seine Friedensarbeit und seine Bereitschaft, Kirche immer wieder neu zu denken. „Du hast ‚auf der Grenze‘ gearbeitet – vielleicht ja nicht nur hier an der Bernauer Straße“, sagte sie.

Als Leitgedanke seines beruflichen Wirkens wurde ein Satz deutlich, der Thomas Jeutner seit Jahrzehnten begleitet: „Im Zerbrechen entsteht das Neue.“ Auch der Abschied sei ein solcher Übergang, so Bellmann. Gewohntes ende, zugleich entstünden neue Spielräume.

Thomas Jeutner selbst fasste den bevorstehenden Lebensabschnitt mit den Worten zusammen: „Jetzt kommt etwas Neues, das keine neue Stelle ist.“ Auch künftig will er sich unter anderem in der Friedensarbeit, in der Seelsorge-Ausbildung und in der Supervision engagieren – zugleich aber mehr Zeit für Familie und persönliche Pläne gewinnen.

© Katharina Pfuhl

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Chorensemble am Gesundbrunnen. Im Anschluss kamen die Gäste bei Kaffee und Kuchen im Gemeinschaftsgarten NiemandsLand miteinander ins Gespräch.

© Katharina Pfuhl

So wurde der Abschied an diesem Erntedanksonntag vor allem zu einem Tag des Dankes – für viele Begegnungen, gemeinsames Engagement und die Spuren, die Thomas Jeutner an der Kapelle der Versöhnung, in der Gemeinde und darüber hinaus hinterlassen hat.

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