19/05/2026 0 Kommentare
Wie steht es um eine kirchliche Erinnerungskultur? Möglichkeiten und Grenzen von Erinnerungsarbeit an kirchlichen Gedenkorten
Wie steht es um eine kirchliche Erinnerungskultur? Möglichkeiten und Grenzen von Erinnerungsarbeit an kirchlichen Gedenkorten

Flucht, Vertreibung, Ausgrenzung und politische Verfolgung gehören zu den prägenden Themen der Erinnerungskultur. Menschen, die sich an Gedenkorten und in Erinnerungsinitiativen engagieren, stehen heute jedoch vor neuen Herausforderungen: politische Vereinnahmung, Umdeutungen historischer Erfahrungen und antidemokratische Tendenzen nehmen zu.
Gleichzeitig verändern finanzielle Engpässe, kirchliche Transformationsprozesse und Debatten um die Zukunft der Erinnerungskultur die Rahmenbedingungen vieler Erinnerungsorte. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Welche Rolle spielen Gedenkorte und Erinnerungsinitiativen mit christlichem Schwerpunkt heute – und welche Impulse können sie in die historisch-politische Bildungsarbeit einbringen?
Unter dem Titel „Wie steht es um eine kirchliche Erinnerungskultur? Möglichkeiten und Grenzen von Erinnerungsarbeit an kirchlichen Gedenkorten“ lädt die Kapelle der Versöhnung am Donnerstag, 11. Juni, um 19 Uhr zu einer öffentlichen Gesprächsveranstaltung ein.
Den Impuls hält Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer. Darüber hinaus berichten Mitarbeitende kirchlicher Erinnerungsorte aus verschiedenen Regionen Deutschlands von ihren Erfahrungen. Die Moderation übernimmt Esther Schabow, Referentin für Erinnerungsarbeit, Kultur & Öffentlichkeit an der Kapelle der Versöhnung.
Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten und Grenzen kirchlicher Erinnerungsarbeit, ihre besonderen Zugänge sowie die Verbindung von historisch-politischer Bildung und spirituellen Perspektiven. Im Anschluss gibt es bei einem kleinen Empfang Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts Netzwerk „kirchliche Erinnerungsorte“ statt.
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