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Pfingstgruß von Katja Gabriel

Pfingstgruß von Katja Gabriel
Veröffentlicht von Bodo Hinz am Fr., 21. Mai. 2021 15:45 Uhr
Glaubensimpuls

Schawuot beziehungsweise Pfingsten

steht auf einem Plakat, das in unserem Schaukasten hängt. Dieses Plakat gehört zu der Kampagne „#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“. Diese Kampagne will vor allem dem wiedererstarkten Antisemitismus in unserem Land entgegenwirken, indem sie auf die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum hinweist. Eine Verbundenheit, die gerade auch in Hinblick auf die Feste, die wir als Juden und Christinnen feiern, offensichtlich wird. So weisen die jüdischen Feste oft eine zeitliche und inhaltliche Nähe zu unseren christlichen auf: Purim mit Karneval, Pessach mit Ostern und eben Schawuot mit Pfingsten.

Schawuot haben Juden und Jüdinnen am Montag dieser Woche gefeiert. Genau 50 Tage nach Pessach wird das sog. Wochenfest  begangen. Schawuot ist zum einen ein Erntefest, denn in Israel kann jetzt schon der erste Weizen geerntet werden, zum anderen wird an diesem Tag an die Gabe der Torah erinnert. Die Torah ermöglicht Menschen Gottes Willen zu erkennen und zu tun.

Und ganz ähnlich verhält es sich mit dem Pfingstfest, das wir Christen jetzt am Sonntag feiern. Auch Pfingsten wird genau 50 Tage nach Ostern gefeiert. Auch das Pfingstfest hat Aspekte eines Naturfestes, weshalb wir unsere Kirchen an diesem Tag mit Maigrün schmücken. An Pfingsten erinnern wir Christen uns aber vor allem an die Gabe des Heilligen Geistes, der uns, genau wie die Torah, hilft Gottes Willen zu erkennen und zu tun.

Ganz offensichtlich gibt es also eine Verbindung zwischen Schawuot und Pfingsten, so wie es auch eine Verbindung zwischen Judentum und Christentum, zwischen Israel und Kirche gibt.

Diese bleibende Verbundenheit gilt es gerade in diesen Tagen, in denen nicht nur der Staat Israel Kritik ausgesetzt ist (Was natürlich erlaubt und geboten ist.), sondern auch das Volk Israel Anfeindungen und Angriffen ausgesetzt ist, herauszustellen. 

Katja Gabriel (Stellvertretende Superintendentin)

Mehr zu der Kampagne #beziehungsweise hier...