Veröffentlicht von Bettina Berndt am Fr., 29. Nov. 2019 14:04 Uhr

Haben Sie auch einen Weihnachtsbaum oder ein paar Tannenzweige zuhause?

Wenn ich mir unseren Weihnachtsbaum zuhause so angucke, wird mir bewusst, was für ein „widerspenstiger“ Baum so eine Tanne eigentlich ist: Jeder Laubwald lässt am Boden ein vielfältiges Leben zu – aber im Nadelwald wird kein fremdes Pflänzchen geduldet. Es ist mühselig, durch solch einen Wald zu gehen: zurückschnellende Äste treffen einen ins Gesicht, es piekt empfindlich, und man braucht schon Handschuhe, um ihn überhaupt zu transportieren und aufzustellen.

Aber steht so ein Tannenbaum erst mal geschmückt am rechten Platz, dann ist all das Widerspenstige, Mühevolle seines gewöhnlichen Standortes vergessen. Eingehüllt in Kerzenschein spüren wir Freundlichkeit und Wärme.

So ist der Weihnachtsbaum in sich selbst ein Zeichen für unser oft so zwiespältiges Leben – so wie es gewöhnlich ist und wie es sein könnte.

Gut, wenn alles im Leben seinen Platz hat: das Widerspenstige und das Freundliche, die Mühe und das Fest!

Kategorien Worte zum Mitnehmen