Veröffentlicht von Bettina Berndt am Di., 26. Mär. 2019 12:40 Uhr

Kirchenkreis Berlin Nord-Ost unterstützt weitere Wasserprojekte in Äthiopien für 6.500 Menschen

Kucha Wasserprojekt/ Arba Minch - Äthiopien 2018/19
von Dr. Martin Frank, Afrikareferent des BMW

Im Februar letzten Jahres war Pfarrer Dr. Martin Frank, Afrikareferent des BMW, auf Besuch in Südäthiopien in Arba Minch. Dabei wurde er darauf angesprochen, ob nicht eine Unterstützung aus Berlin für ein weiteres Wasserprojekt in der Region möglich sei. Besonders in abgelegenen Regionen sei eine Wassersammelanlage von unschätzbarem Wert. Die Jahreslosung für 2018 im Kopf („Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.") versprach der Referent Unterstützung. Der Evangelische Kirchenkreis Berlin Nord-Ost erklärte sich in der Folge bereit, ein weiteres Projekt dieser Art zu unterstützen, das BMW sollte als Vermittler fungieren. Der Entwicklungszweig der South-West Synode der Mekane Yesus Kirche unter der Leitung von Orkaido Olte identifizierte daraufhin ein Gebiet, das 50 Kilometer von dem Städtchen Selam entfernt liegt, mit dem Pick-up braucht man von Selam aus über 3 Stunden über unwegsames Gelände in das Gebiet namens Kucha. Dort liegen auf einem abschüssigen Gelände im Wald kleine Quellen, deren Wasser für die umliegende Bevölkerung (ca. 6.500 Menschen) und ihre Tiere in die Dörfer geleitet werden könnte. Voraussetzung sollte sein, dass die lokale Regierung und Bevölkerung in Planung und Realisierung mit einbezogen wird.

              


Im Juni 2018 wurde ein Vertrag zwischen dem BMW und der South-West Synode vereinbart, der umfassende Projekt rechtlich absicherte und vorsah, es mit der Summe von 40.000 € zwischen Juni 2018 bis Ende Mai 2019 zu realisieren und anschließend durch ein unabhängiges Audit zu überprüfen.
Die Bauarbeiten in dem unwegsamen Gelände fingen im Juli 2018 an. Es gab einige Probleme: Das größte Hindernis waren kommunalpolitische Streitigkeiten, die die Arbeiten für mehrere Monate stilllegten. Die Plastikleitungen mussten aus Addis Abeda mit zwei großen Lastwagen herbeigeschafft werden, ein mühsames Unterfangen, das Tage brauchte. Zwischendurch stoppte das Projekt, weil der örtliche Bürgermeister Geld für das benötigte Land haben wollte. Aber er wurde in vielen Gesprächen überzeugt, dass das Land wie auch kräftige Mithilfe der Anteil ist, den die lokale Bevölkerung für die Wasserleitung zu erbringen hat. Außerdem benötigte das Projekt zu den angepeilten 40.000 € des KK 1.750 € durch die starken Währungsschwankungen zusätzlich. Für diese Summe kam die Kirchengemeinde in Kaulsdorf auf. Nun steht das Projekt kurz vor dem Abschluss. Das große Sammelbecken nebst vielen kleinen Zuleitungen im Busch wurde betoniert. Mehr als 10 Wasserleitungen zu den im ganzen Gebiet verteilten Anschlüssen wurden gelegt. Für diese neun Kilometer Leitung war die lokale Bevölkerung zuständig. Diese Anschlüsse wurden so konstruiert, dass die Menschen das Wasser nun aus Hähnen zapfen können, die Tiere aber vom Rand der Umfassung trinken. Der abschließende Audit steht noch aus.
Die Kommunikation mit der South-West Synode, besonders mit dem Verantwortlichen Leiter des Entwicklungszweiges, Orkaido Olte, war in der gesamten Projektzeit hervorragend. Die lokale Bevölkerung ist sehr dankbar. Immer wieder schrieb Olte in den letzten Monaten an den Kirchenkreis Berlin Nord-Ost: We thank you so much for your unforgettable support and high concentration to help us here to do the work of the kingdom of God.

Dr. Martin Frank, Afrikareferent des BMW

Weitere Informationen zu den Wasserprojekten in Äthiopien und Spendenkonto finden Sie hier >>

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