Veröffentlicht von Bettina Berndt am Mo., 18. Feb. 2019 15:23 Uhr

Verantwortlich, kooperativ und integrativ: wir engagieren uns weiterhin aktiv für Menschen im Kirchenasyl und benötigen dafür Ihre Unterstützung

seit über drei Jahren ist unsere Gesellschaft und auch wir als Kirche intensiv mit der Frage beschäftigt, wie gelingende Integration in Deutschland funktionieren kann.

Die angespannten Debatten über Grenzen, Migration und Fluchtwege nach Europa zeigen uns mehr als deutlich, dass wir immer noch vor einer großen europäischen und auch gesamtgesellschaftlichen Aufgabe stehen.

An diesem Diskurs beteiligen sich alle, und auch und vor allem wir als Kirche und Sie vor Ort als Kirchengemeinde, sei es in Form von geistlicher und intellektueller Auseinandersetzung oder in Form von diakonischen Angeboten wie Begegnungscafés, Patenschaften etc...

 Einige wenige Kirchengemeinden in unserem Kirchenkreis sprechen in einzelnen Härtefällen Kirchenasyle aus, die dann einen verabredeten Weg mit der Bunderepublik Deutschland verfolgen, um letztmalig rechtlich zu prüfen, ob hier eine Schutzbedürftigkeit vorliegt. Wir danken diesen Gemeinden für ihren Mut, ihren Einsatz und ihre Beständigkeit. Über 90 % der Kirchenasyle, die seit 2016 in unserem Kirchenkreis ausgesprochen wurden, endeten positiv. In diesem Zusammenhang möchten wir bespielhaft drei Fälle nennen, denen dank des Kirchenasyles eine zweite Chance gegeben werden konnte: ein Mann christlichen Glaubens, dem in seinem Heimatland aufgrund seiner Religion Verfolgung und Folter drohten; eine Frau, der wegen ihrer sexuellen Orientierung in ihrem Heimatland der Tod durch Folter drohte; eine junge Frau, der eine gewaltvolle Zwangsverheiratung bevorstand.

 Die wenigen Gemeinden des Kirchenkreises, die einen großen Teil der Berliner Kirchenasyle ausgesprochen haben, geraten nun an ihre finanziellen Grenzen. Gern erklären sie sich bereit, weitere Kirchenasyle auszusprechen, benötigen aber dafür solidarische Unterstützung. Daher bitten wir Sie, falls Sie nicht selbst ein Kirchenasyl aussprechen wollen, diese Gemeinden finanziell zu unterstützen.

Für das Kirchenasyl eines Erwachsenen benötigen wir monatlich 281 €. Davon sind 200 € Grundsicherung und 81 € für ein BVV-Ticket.

 Für die Unterbringung von Menschen im Kirchenasyl stellt der Kirchenkreis finanzielle Mittel zur Verfügung. Zu diesem Zweck ist auf kreiskirchlicher Ebene eine Haushaltsstelle für Kirchenasyle eingerichtet worden.

Zur Thematik Kirchenasyl  finden Sie auch im Wort vom Bischof Dr. Markus Dröge in der Landessynode vom Oktober 2018 >> Seite 5

 Bei Fragen können Sie sich an das Referat für Integration und Migration wenden:

Kaspar Plenert und Lisa Strehmann
Parkstraße 17 • 13086 Berlin-Weißensee • Tel. 030.9237852-62
l.strehmann@kirche-berlin-nordost.de • www.kirche-berlin-nordost.de

Wir und die Gemeinden, die Kirchenasyle aussprechen, wären sehr dankbar, wenn Sie diese Arbeit finanziell unterstützen könnten.

Wir freuen uns über jede Kollekte oder Spende unter Verwendung folgender Daten:

 Kontoinhaber: Ev. KKV Berlin Mitte-Nord c/o KK BNO
IBAN: DE95 5206 0410 1103 9955 50
BIC:   GENODEF1EK1
Verwendungszweck bitte angeben      Kirchenasyl:         1002.00.1900.02.2100

Seien Sie solidarisch, seien Sie kreativ!

 Mit herzlichem Dank und Gottes Segen

 Lisa Strehmann
Referentin für Migration und Integration


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