Partnerschaftsprojekt Tansania



Das Uraa Vocational Training Center
Unser Partnerschaftsprojekt in Tansania am Fuße des KIlimanjaro 

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Das Projekt

Über Pastor Urasa, der in den 70ern Pfarrer in der Königin-Luise-Gedächtnis Kirchengemeinde, hat sich eine Partnerschaft zwischen drei Schöneberger und drei  tansanischen Gemeinden am Kilimanjaro entwickelt. Gemeinsam haben sie sich das Ziel gesetzt, Jugendlichen eine existenzsichernde Ausbildung zu ermöglichen. Damit soll auch der Abwanderung der Jugendlichen in die Städte mit ihren zweifelhaften Aussichten und der Erosion der überlebensnotwendigen familiären Strukturen entgegengewirkt werden.

1996 begann man mit bescheidenen Mitteln die Ausbildung von Schneiderinnen und den Aufbau eines Ausbildungsbetriebes.

Durch die 

  • klare, profilierte Zielsetzung Strukturen zur Selbstentwicklung zu schaffen
  •  Ernsthaftigkeit, Verbindlichkeit und das kontinuierliche Engagement der Partner in Tansania und Deutschland,
  • regelmäßige persönliche Begegnungen und eine gleichberechtigte, partnerschaftliche Projektplanung,
  •  die 100 prozentige Projektförderung und transparente Dokumentation und einen daher wachsenden Förderkreis

ist es in 13 Jahren gelungen ein Schulzentrum aufzubauen.

Dazu zählen mittlerweile

  • ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude und Lager, 
  • eine  große Tischlerwerkstatt,
  • ein Toilettenhaus
  • ein dreistöckiges Schulgebäude mit verschiedenen Schulräumen, Aula, Elektrikerwerkstatt und erste Räume für Internatsschüler
  • ein festes Küchenhaus mit Energiesparherden
  • eine Speisehalle

In diesem staatlich anerkannten und geförderten handwerklichen Schulzentrum, dem einzigen im Umkreis von fast 30km, werden heute 150 Jugendliche von 8 Lehrern zu Scheiderinnen, Tischlern und Elektrikern ausgebildet. Dieses Jahr haben knapp 70 Schüler ihr Examen bestanden.

Begegnung und interkulturelles Lernen

Die persönliche Begegnung von Menschen aus Deutschland und Tansania ist ein wesentliches Merkmal unserer Partnerschaft. Regelmäßige Besuchsreisen dienen dem Kennen- und Verstehenlernen der Menschen und ihrer Lebensumstände vorort.
Besonders intensiv war eine Internationale Jugendbegegnung 2004 sowie vor kurzem der Besuch von vier tansanischen Vertretern unseres Projektes unter der Leitung vom stellvetretenden Bischof der Nordiözese Dr. Shoo.

Auch mit der Einladung eines jungen Ausbilders des UVTC zu einem Praktikum beim Deutschen Evangelischen Kirchentag sowie einer Jugendbegegnung 2005 in Berlin ist es ebenfalls gelungen, unseren afrikanischen Partnern Einblicke in unsere Lebensverhältnisse zu ermöglichen. Mittlerweile war auch ein junger Mann mit Hilfe des Berliner Missionswerkes im Rahmen eines ökumenischen Freiwilligenjahres als Lehrer in unserem Projekt engagiert.  

Dies alles hilft hier wie dort von schlichten und eindimensionalen Sichtweisen zu einem differenzierten Erkennen vielschichtiger Lebenszusammenhänge zu kommen. 
Oft erst durch den Besuch und die Begegnung sind uns die komplexen Problem-stellungen des Lebens in Tansania konkret bewusst geworden. Vorort wird jedem klar, dass es in einem Land in dem es nur an Mangel Überfluss gibt z.B. zu Aids und Umweltzerstörung keine einfachen Antworten geschweige denn Hilfsmaßnahmen gibt. Erst mit diesem Hintergrund  ist ein einfühlsames, partnerschaftliches Planen des Projektes möglich.

Die Beschäftigung mit unserem Projekt z.B. im Arbeitskreis, bei Bildervorträgen oder in Vorbereitungsgruppen hilft uns darüber hinaus uns selbst im Prozess der Globalisierung zu erkennen und Perspektiven auf unsere eigene Zukunft zu entwickeln. Die Beratung durch das Berliner Missionswerk ist uns dabei bisher an einigen Stellen sehr hilfreich gewesen.

Unser Engagement

Seit einiger Zeit sind die drei Schöneberger Gemeinden Königin-Luise-Gedächtnis (von Anfang an), Nathanael (seit 1997) und Zum Guten Hirten (seit 1997) für das Projekt engagiert. Über jährliche Basare, Kollekten bei Gottesdiensten, Bildervorträge, Konzerte und Versteigerungen bei Tansania-Gottesdiensten leisten sie ihren finanziellen Beitrag, dass in regelmäßigen Abständen Finanzmittel ins Projekt gelangen, die den Ausbau vorantreiben. Wir freuen uns, dass sich auch über die Gemeinden hinaus Kirchenkreise, Familien und Einzelförderer an unserem Projekt beteiligen. 

Unsere Förderempfehlung

Trotz der erfreulichen Entwicklung des Projektes ist über Jahre hin noch viel zu tun:

  • Der Bedarf eines Boarding-Hauses für die Internatsschüler wird immer drängender (Voraussetzung für weitere staatliche Förderung)
  • Der Mangel an qualifizierten Maurern und Sanitärfachleuten erfordert neue Ausbildungszüge
  • Dem Mangel an angemessenem Lehrmaterial in ausreichender Menge, wie z.B Büchern, Werkzeugen und Übungsmaterialien muß zur Anhebung der Ausbildungsqualität entgegengetreten werden.

Vorrangig  empfehlen wir hilfsbereiten Spendern, sich am Aufbau eines Boarding-Hauses zu beteiligen. In diesem Haus sollen im Erdgeschoß ein Speisesaal und im 1.Stock mehrere 2-4 Bettzimmer für Internatsschüler inkl. Sanitäreinrichtungen eingerichtet werden. 


Spendenkonto Ev. Kirchenkreis Berlin Nord-Ost:
Kirchliches Verwaltungsamt Berlin Nord-Süd
EDG, Blz. 100 602 37, Kto. 66 605
Verwendungszweck: Tanzaniaprojekt
(Bitte Namen nicht vergessen, Spendenbescheinigungen sind möglich)



Weitere Informationen:
Superintendent Martin Kirchner
Nazarethkirchstr. 50, 13347 Berlin,
Tel. 030- 455 50 60
E-Mail: m.kirchner@kirche-berlin-nordost.de